Kosten / Recht / Versicherungen

 

 

 

 

 

 

Fragen zur Rechtssituation und Schadensrisiken werden bei privat veranstalteten Segeltörns meist viel zu wenig beachtet. "Es wird schon nichts passieren". Oft wissen Mitsegler überhaupt nicht, welche Mitverantwortung und finanziellen Risiken sie mit der Teilnahme an einem Segeltörn eingegangen sein können.

Törns mit Charter-Yachten sind meistens private Veranstaltungen. Auch wir führen unsere Törns privat ohne Absicht zur Gewinnerzielung durch und tragen als Skipper und Bootsmann auch unseren Anteil an den Törnkosten. Wir sind deshalb nicht ein verantwortlicher REISEVERANSTALTER, sondern übernehmen nur Planung und Organisation des von der Crew GEMEINSAM veranstalteten Törns. Die Verantwortung des Skippers beschränkt sich somit ausschließlich (aber völlig uneingeschränkt) auf alle Dinge, die die Führung der Yacht betreffen. Damit ein Törn zustande kommt, stimmen alle Mitsegler einer Teilnahmevereinbarung schriftlich zu, die den Törn klar beschreibt und Kosten und Verantwortlichkeiten im Interesse aller eindeutig regelt.

Doch welche Risiken gibt es nun?

Charteryachten sind gewöhnlich vollkaskoversichert. Dabei gilt eine Selbstbeteiligung von meist zwischen 1000 und 3000 Euro, die zu Törnbeginn als Kaution hinterlegt werden muss. Ein Kaskoschaden in dieser Höhe, oft nicht einmal selbst verursacht, kann schnell passiert sein und die Kaution ist weg!

Dieses Risiko kann durch eine Kautions-Versicherung fast vollständig aufgefangen werden, wobei der Versicherer den vom Vercharterer einbehaltenen Teil der Schiffskaution bis auf einen geringen Selbstbehalt von 5% des Kautionsbetrages, mindestens 50 Euro, erstattet.

Was ist, wenn ein Haftpflichtschaden entstanden ist, die Deckung der Haftpflicht aber nicht ausreicht oder die Policen der Yacht nicht ordnungsgemäß bezahlt wurden?

Haftpflichtansprüche an Skipper und Crew durch Unterdeckung oder unbezahlte Policen können durch eine Skipper-Haftpflichtversicherung gedeckt werden. Sie dient auch als Rechtsschutz, wenn unberechtigte Forderungen abzuwehren sind.

Viele private Haftpflichtversicherungen schließen die Leistung bei bestimmten Aktiv-Sportarten wie beispielsweise Yachtsegeln explizit aus.

Auch hier kann die Skipperhaftpflicht in Anspruch genommen werden, da sie in solchen Fällen auch für Haftpflichtschäden der Crewteilnehmer untereinander eintritt. Aus nachvollziehbaren Gründen ausgenommen sind allerdings Schäden bei Brille, Handy, Laptop, Foto und Kamera.

Ein Charter-Törn muss in der Regel viele Monate vor Beginn nebst Flügen gebucht und angezahlt werden. Was ist, wenn jemand krank wird? Was ist, wenn gar der Skipper ausfällt?

Die reinen Charter- und Anreisekosten können durch eine Reiserücktrittsversicherung wesentlich gemildert werden. Diese übernimmt bei krankheitsbedingter Verhinderung 80%, bei Unfall oder anderen versicherten Rücktrittsgründen 100% dieser Kosten. Fällt der Skipper aus und muss der Törn deshalb abgesagt werden, übernimmt die Versicherung analog sogar die Kosten für Skipper UND ALLE Crewmitglieder.

Die vorgenannten Risiken kann niemand ausschließen. Aus diesem Grund halten wir diese drei Versicherungen für unverzichtbar! Sie sind deshalb IMMER Bestandteil der Leistungen in den von uns durchgeführten Törns und im Mitsegleranteil IMMER bereits eingerechnet!

Jeder Mitsegler erhält mit den Unterlagen zur Teilnahmeerklärung auch die vollständigen Bedingungen der abzuschließenden Versicherungen. Diese können auch direkt auf der Webseite von Yachtpool einsehen werden.

Ein weiteres Risiko soll hier nicht unerwähnt bleiben. Das tägliche Leben auf einer Yacht birgt erhöhte Gefahren im Vergleich zum Alltag: Die ungewohnte Umgebung mit rutschigen, verletzungs- oder stolpergefährlichen Bereichen kann schnell zu einem Unfall führen. Wir raten deshalb zu einer privaten Unfallversicherung, die natürlich auch Risiken des tägliches Lebens abdeckt und bei vielen Mitseglern bereits vorhanden ist. Doch ist zu beachten, dass einige Gesellschaften Leistungen bei 'gefahrengeneigten' Sportarten wie Segeln ausschließen. Wenn mehrheitlich der Wunsch besteht, können wir dann auch eine spezielle Yachtpool-Unfallversicherung für den Törn abschließen.

Da wir uns aber nicht nur mit allen möglichen Gefahren beschäftigen wollen und die wesentlichen Risiken nun abgedeckt sind, seien diese im Vorfeld unverzichtbaren Betrachtungen hiermit beendet.

Schließlich wollen wir ja eigentlich die schönen Dinge beim Segeln genießen !

 

 

 

 

 

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