Mallorca / Ibiza 14. bis 21. Mai 2011

 

 

Ein ganz besonderes Erlebnis hatten wir auf diesem Törn in der wunderschönen Puerto del Espalmador nördlich von Formentera. Innerhalb von rund einer halben Stunde hatte das generalstabsmäßig organisierte Angelteam mit Doro, Herbert, Jochen und Sam sieben kapitale Doraden gefangen! Ein leckeres Abendessen war gesichert:

 

 

Samstag 14. Mai

 

 
Wir hatten frühe Flüge von Stuttgart nach Palma gebucht, wo wir schon um 8:30 Uhr landeten. Per Taxi gings zur Basis von MBS Yachting beim Real Club Nautico. Dort trafen wir dann auch Herbert und Simona, die schon einen Tag zuvor nach Mallorca geflogen waren.
 

 

Wir teilten uns in zwei Gruppen, um die Einkäufe und die Bootsübernahme zu erledigen. Gegen 17:00 Uhr waren wir ablegebereit und nahmen Kurs auf die an der Westseite der Bucht von Palma gelegene Cala Portals Vells. Hier wollten wir vor der langen Überfahrt nach Ibiza in einem nahe der Bucht gelegenen Restaurant essen. Das avisierte Restaurant existierte jedoch nicht und nach längerer Suche fanden wir schließlich eine schöne Alternative. Kurz vor Mitternacht, kehrten wir wieder an Bord zurück.

 

 

Sonntag 15. Mai

 

 

In wechselnden Wachschichten und bei günstigem Ostwind bewältigten wir die Überfahrt nach Ibiza, wo wir schließlich gegen Mittag im Stadthafen festmachten.

 

Am Nachmittag brachen wir zu einem Bummel durch das Hafenviertel und die Dalt Vila (Altstadt von Ibiza mit Kathedrale innerhalb der Festungsanlage) auf. Am Abend fanden wir das gemütliche und empfehlenswerte Restaurant La Oliva, wo es Zwenchel-Gemüse gab.

 
 

Montag 16. Mai

 
 

Gleich nach dem Frühstück liefen wir aus. Unser Ziel war die schöne Insel Espalmador nördlich von Formentera mit der zauberhaften Puerto del Espalmador.

Jochen nutzte sogleich die Überfahrt, um sein umfangreiches Angelequipment einzusetzen. Und es dauerte auch nicht lange und zwei Makrelen zappelten an der Angel. Wir dehnten die Strecke noch ein wenig aus, doch weitere Fische wollten nicht mehr anbeißen.

 
 

Um 15:00 Uhr schließlich fiel unser Anker in der weitläufigen Bucht. Trotz des äußerst reizvollen Wassers, wollte bei 17 Grad Wassertemperatur niemand Schwimmen gehen.

Jochen angelte unverdrossen weiter, während die restliche Crew eine knapp zweistündige Wanderung an dem schönen Strand und zu dem Salzsee auf der kleinen Insel machte.

 
 

Zu unserer Überraschung präsentierte sich der der Salzsee tatsächlich als See! Bei unserem letzten Besuch hier Ende Oktober 2004 hatten wir nur einige kleine Tümpel vorgefunden (siehe auch die Ansicht von 2004).

Offensichtlich verändert sich der Salzsee im Jahresverlauf durch die sich stark ändernden Niederschläge.

Am Abend gab es dann ein feines Abendessen mit den selbstgefangenen Makrelen.

 
 

Dienstag 17. Mai

 
 

Obwohl sich am Schiff immer wieder zahllose Doraden tummelten, wollte kein Fisch mehr bei Jochen anbeißen. Deshalb wurde eine neue Strategie entwickelt:

Jochen setzte sich in die Steuerbordecke des Cockpits und tat mit der Angel weiterhin so, als ob er angeln wolle. So wurden die Fische von der eigentlichen Gefahr abgelenkt. Doro und Herbert fütterten in der Backbordecke Brotreste, während Sam hinter den beiden verdeckt von Zeit zu Zeit eine simple Leine mit Haken und Brotstück ins Wasser warf.

 
 

Der Erfolg war absolut umwerfend: Binnen einer halben Stunde hatte das Team sieben (!) prachtvolle Doraden gefangen (siehe Titelbild) !

 

Anschließend übernahm Jochen das fachgerechte Schuppen und Ausnehmen der Fische, die bis zum Abend in den Kühlschrank wanderten.

 
 

Gegen Mittag liefen wir aus. Nach einer kurzen Zwischenstation in La Sabina zum Einkaufen nutzten wir den schönen Segelwind 4-5 Bft und segelten bis knapp an die Südspitze von Formentera, bevor wir am frühen Abend in die Cala Saona einliefen und ankerten.

Eine Crewhälfte machte einen kleinen Landausflug, während die anderen ein tolles Fischessen vorbereiteten. Nach dem wirklich vorzüglichen Abendessen mit gebratenen und gedämpften Doraden starteten wir kurz vor Mitternacht zur Rückfahrt nach Mallorca

 
 

Mittwoch 18. Mai

 
 

Die Nachtfahrt bei schwachen Winden absolvierten wir natürlich wieder in wechselnden Wachschichten überwiegend unter Motor.

 

Kurz nach Mittag erreichten wir Südküste Mallorcas. Bei dem mittlerweile perfekten Segelwind von 5-6 Bft legten wir noch zahllose Segelmanöver ein.

 
 

Gegen 17:30 steuerten wir die Cala Pi an, doch der Wind hatte ungünstig auf Südost gedreht und unangenehmer Schwell lief in die Cala ein. So fuhren wir weiter zur Marina in Sa Rapita.

 

Hier machten wir schließlich um 18:30 nach insgesamt 110 Seemeilen und 19stündiger Fahrt fest. Schon bald nach dem Abendessen freuten wir uns alle auf unsere Kojen.

 
 

Donnerstag 19. Mai

 
 

Am späten Vormittag liefen wir in Sa Rapita aus. Unser Ziel war die schöne Insel Cabrera.

 

Bei den wieder guten Segelbedingungen dehnten wir die Etappe reichlich aus und Jochen und seine Helfer versuchten auch wieder (leider erfolglos) Fische für unser Abendessen zu fangen.

 
 

Kurz vor 17 Uhr erreichten wir die wunderschöne Nordbucht von Cabrera. Die schmale Einfahrt ist von hohen Felsen umrahmt, auf deren östlicher Seite die Ruine einer alten Burg thront.

Cabrera ist Naturschutzgebiet und man benötigt eine Genehmigung, um die Insel anlaufen bzw. an den Bojen übernachten zu dürfen.

 
 

Nachdem wir an einer Boje festgemacht hatten, kam auch schon kurz darauf ein Kontrollboot, um unsere Anmeldung zu prüfen.

Während eine Gruppe das Abendessen kochte, machten die anderen noch eine schöne Abendwanderung zur Burg. Von hier hat man eine herrliche Aussicht über die traumhafte und durch rundherum hohe Berge auch besonders gut geschützte Bucht.

 
 

Freitag 20. Mai

 
 

Der letzte Segeltag war gekommen. Um 10:00 Uhr legten wir ab und nahmen Kurs auf Palma.

 

Bei wieder sehr angenehmen 4-5 Windstärken konnten wir auch die Schlussetappe wieder komplett unter Segel zurücklegen.

 
 

Um 16:00 Uhr machten wir wieder beim Anleger von MBS Yachting in Palma de Mallorca fest.

 

Nach dem letzten Anlegeschluck erfolgte eine äußerst angenehme Schiffsabnahme und wir begannen dann auch gleich zu packen.

 
 

Am Abend machten wir noch einen Bummel durch die Altstadt von Palma.

 

Zum Abschluss besuchten wir die bekannte und sehenswerte Szenekneipe 'Abaco' mit ihren leckeren und noch teureren Cocktails.

 

 

Samstag 21. Mai

 

 

Wie üblich, mussten wir bis gegen 9:00 Uhr das Schiff räumen. Wir konnten unser Gepäck aber im Werkzeug-Bus von MBS deponieren, da unsere Flüge ja erst am Abend gingen und wir noch den ganzen Samstag Palma besichtigen wollten.

 

Unser erstes Ziel war der berühmte Fischmarkt im Mercat d'Olivar.

 

 

Zum Mittagessen kehrten wir in die Nähe der Marina zurück und besuchten das bekannte Fischrestaurant beim Real Club Nautico.

Danach wollten wir noch die Kathedrale besichtigen, die jedoch leider verschlossen war.

Gegen 18:00 Uhr fuhren wir zum Flughafen, wo unser Rückflug mit etwas Verspätung gegen 21:15 zurück nach Stuttgart ging.