Kvarner Inseln 10. bis 17. April 2004

In diesem Jahr segelten wir Ostern erstmals nicht mit der Segelschule, sondern fuhren mit eigener Crew auf der Bavaria 44 "Summersun" von Pula in Kroatien 224 Seemeilen durch die Kvarner Inselwelt.
Dieses vom modernen Massentourismus noch nicht überlaufene Revier bietet eine interessante und abwechslungsreiche Landschaft und zahlreiche Alternativen für kurze oder lange Törns. Während zwei Tagen war es empfindlich kühl, dass wir geneigt waren, die 'Summersun' in 'Wintersun' umzubenennen. Der Törn führte uns einmal um die Insel Cres herum.
Samstag 10. April

Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir noch am Samstag nach der Yachtübernahme zur malerischen Insel Susak aus. Wir passierten den markanten Leuchtturm Porer und überquerten mit leider sehr wenig Wind den Kvarner. Ziel war der kleine romantische Fischerhafen von Susak.
Nach dem Festmachen gab es dann einen Sekt als Anlegeschluck. Nach der langen Autofahrt, Schiffsübernahme und der Überfahrt reichlich müde, fielen wir dann schon bald nach und nach in die Kojen.
Sonntag 11. April

Am kommenden Vormittag erkundeten wir die Insel ein wenig und legten kurz nach Mittag zur Überfahrt in die malerische Bucht Krivica auf der Insel Losinj ab. An diesem herrlichen Ankerplatz waren wir völlig alleine. Leider animierte uns die kühle Witterung nicht zu einem Landgang.
Montag 12. April

Für die Weiterfahrt zur Insel Rab hatte der Wind zwar erfreulich zugenommen, die Temperaturen aber fielen in gleichem Maße. Außerdem regnete es immer wieder. Zu allem Überfluss waren wir dann noch beim Segelsetzen etwas unvorsichtig, und das Grossfall verklemmte sich im Schutzkorb der Decksleuchte. Mit Hilfe des Bootshakens und etwas Geduld konnte das Problem aber ohne größeren Aufwand behoben werden. Eine Aktion mit Bootsmannsstuhl bei der unruhigen See hätte uns gerade noch gefehlt.
Die Weiterfahrt nach Rab verlief dann bei schönem Segelwind unproblematisch. Die Marina von Rab war recht leer und wir fanden schnell einen Liegeplatz. Da es aber weiterhin immer wieder regnete, verzichteten wir auf einen Bummel durch die schöne Altstadt von Rab und wir verschoben die fälligen Einkäufe auf den nächsten Tag.
Dienstag 13. April

Tatsächlich hörte der Regen in der Nacht wieder auf und wir konnten Einkaufen gehen und unsere Vorräte auffüllen. Es wurde aber noch kälter. Bora-Wetterlage.
Ein starker, eiskalter Nord-Wind begleitete uns dann auch in der Passage zwischen Rab und Krk. Völlig ausgekühlt suchten wir abends in Punat ein Restaurant auf, um uns wieder richtig aufwärmen zu können.
Mittwoch 14. April

Weiter ging's in einer längeren Etappe um die Norsspitze von Cres herum. Endlich wurde es wieder wärmer. Bei einem herrlichen Sonnenuntergang liefen wir dann abends in die Marina Cres ein.
Donnerstag 15. April

Sonne, Wärme und Frühstück im Cockpit ! Bevor wir zu unserem Ziel, der Bucht Ustrine ablegten, wurde bei dem schönen Wetter noch schnell ein Stadtbummel in Cres eingeschoben:
Mit dem schönen warmen Wetter hatte der Wind wieder abgenommen. Das war eine schöne Gelegenheit, den Blister der Summersun zu setzen:
Und dann die absolute Krönung des Törns! Beim Zwischenstopp in der Bucht Zaglav machten Diane und Doro ihr Versprechen war: Bei 13,9 Grad Wassertemperatur gingen sie Schwimmen! Da konnte der Skipper nicht zurückstehen und musste sich auch in die eisigen Fluten werfen ... (hätte ich vorher bloß die Klappe gehalten!).
Nach dem 'erfrischenden' Bad fuhren wir weiter zur Bucht Ustrine. Da für die Nacht kaum glaublicher Starkwind jenseits 30 Knoten angesagt war, steckten wir den Anker sehr sorgfältig und legten zusätzlich eine Landleine, um starkes Schwojen zu verhindern.
Freitag 16. April

Die Nacht verlief jedoch ruhig und auch für die Rückfahrt über den Kvarner nach Pula hatten wir prima Segelwind 5-6 bft und keinen Stress.
Zurück in Pula: Doro, Thomas, Jürgen, Thomas, Herbert, Markus, Diana. Nach einem schönen Abschluss-Essen im Restaurant der Marina Pula starteten wir zur Heimfahrt und trafen am Samstag Morgen um 8:00 Uhr wieder mit den beiden Hilfsmatrosen (Tasche im Vordergrund) in Ispringen ein.