Klasse das große Platzangebot auf einem Katamaran. Jetzt waren wir gespannt, wie er sich fährt und segelt.
Um 18:30 legten wir zur Nachtfahrt zur 80sm westlich gelegenen Insel Cayo Largo ab. Doch gerade als wir die Bucht von Cienfuegos verlassen wollten, bemerkten wir, dass Doro und Jürgen zwar ihre Taucherausrüstung an Bord, wir aber vergessen hatten, Brille, Flossen und Schnorchel für alle anderen bei der Basis auszuleihen. So kehrten wir noch einmal um.
Um 20:00 Uhr legten wir schließlich endgültig zur Überfahrt nach Cayo Largo ab. Wir teilten drei Wachschichten für die Überfahrt ein und fuhren bei schwachem Wind unter Maschine in die Nacht. Bald sahen wir nur noch den Leuchtturm an der Einfahrt zur Bahia von Cienfuegos hinter uns, der schwächer und schwächer wurde.
Montag 22. März
Ab 1:30 Uhr kam dann der Leuchtturm von Cayo Guano del Este in südwestlicher Richtung in Sicht. Er steht an der Riffkante und zeigt den Beginn des gut 50sm langen Riffes Archipelago de la Canarreos an. Hier steigt auf kurzer Strecke der Meeresboden von über 2000m Tiefe auf nur noch 5m Wassertiefe an und es beginnt das rund 50 x 100km große Flachwassergebiet des Golfes von Batabano, das sich zwischen der Südküste Cubas und dem Riff erstreckt. Das Wasser wird hier nirgendwo tiefer als 8m. Viele Bereiche sind wesentlich flacher und viele Bereiche können mit Booten gar nicht befahren werden. Wegen des überwiegend aus weißem Korallensand bestehenden Meeresbodens hat das Wasser bei Sonnenschein kilometerweit die typische herrlich türkisblaue Farbe.
Um 5:00 kam plötzlich ein Gewitter auf. Wind und Dünung kamen unmittelbar von vorne und wir änderten den Kurs auf Nordwest. Nach eineinhalb Stunden hatten wir dann das stabil liegende Gewitter endlich durchquert. Dabei waren wir jetzt näher an Cayo Largo herangekommen, als eigentlich vorgesehen und entschieden uns spontan, hier zu ankern und gemütlich zu frühstücken. Es regnete zwar noch etwas, dennoch wollten wir nach dem Frühstück alle baden und schnorcheln. Und gleich entdeckten wir den ersten Lobster, das ließ ja einiges erwarten ...