Golf von Neapel 7. bis 16. Oktober 2016

Ein schönes und vielseitiges Segelrevier bietet der 'Golf von Neapel'. Die bekannten Inseln 'Procida', 'Ischia' und 'Capri', dazu zahlreiche Sehenswürdigkeiten am Festland wie 'Amalfi', 'Sorrento', 'Neapel' selbst, das riesige Ausgrabungsareal von 'Pompeji' und natürlich der 'Vesuv' machen die Auswahl der Ziele schwierig. So bietet es sich an, vor bzw. nach dem Törn weitere Tage anzuschließen:


Freitag 7. Oktober
Anreise und Herculaneum

Von Stuttgart gelangten wir per Direktflug mit Air Berlin nach 'Neapel', wo wir zwei kleine Mietwagen reserviert hatten, um den Weg in unser vorbestelltes Hotel 'Happy Days' zu fahren. Wir deponierten dort unser Gepäck und nutzten den restlichen Tag für die Besichtigung der Ausgrabungsstätte von 'Herculaneum', das man auch als ein 'Pompejo light' bezeichnen könnte:
Samstag 8. Oktober
Pozzuoli - Marina Procida

Gleich nach dem Frühstück fuhren wir nach 'Pozzuli', wo wir am späten Vormittag mit der Fähre nach 'Projida' übersetzten. Die Mietwagen konnten wir im Hotel parken, um sie nach dem Törn wieder zu nutzen. Als wir nach der Fährüberfahrt die Charteragentur aufsuchten, war unsere 'Oceanis 38' leider noch nicht fertig. Die Übernahme war erst am frühen Nachmittag möglich, so dass es für ein Auslaufen am ersten Tag etwas nicht mehr reichen sollte.
So blieben wir in der Marina von 'Projida', suchten uns für das Abendessen ein gemütliches Restaurant am Hafen und bummelten schließlich noch ausgedehnt durch die kleinen Gassen von 'Projida'.

Sonntag 9. Oktober
Marina Projida - Porto di Ischia 16sm

Gleich nach dem Frühstück legten wir ab und segelten bei schönem Wind an die Nordwestecke von 'Ischia' in die Bucht 'Lido di San Montano'. Hier ankerten wir und badeten ausgiebig.
Am Abend fuhren wir in den 'Porto di Ischia' wo wir übernachteten. Wir kochten an Bord und bummelten nach dem Essen noch durch 'Ischia Stadt'.

Montag 10. Oktober
Porto di Ischia - Castello Aragonese d'Ischia 12sm

Am späten Vormittag liefen wir aus dem 'Porto di Ischia' wieder aus und nutzten den Segelwind für einen weiten Bogen zu unserem Ziel, den 'Castello Aragonese d'ISchia' wo gegen 14 Uhr unser Anker fiel. Wir setzten zu dem kleinen Inselchen mit dem Dinghy über und besichtigten das Castello. Von oben hatte man eine herrliche Sicht auf Ischia und unsen Ankerplatz.
Das Inselchen ist mit einer kleinen Steinbrücke mit Ischia verbunden. Wir liefen noch ein wenig nach Ischia hinein und man hat noch einmal einen schönen Blick auf das Kastell. Nach der Rückkehr an Bord kochten wir und genossen den schönen Ankerplatz..

Dienstag 11. Oktober
Castello Aragonese d'Ischia - Amalfi 34sm

Gleich nach dem Frühstück bargen wir unseren Anker und machten uns bei wenig Wind, der uns auch noch exakt entgegen kam, unter Motor auf nach 'Amalfi'. Leider war der Himmel zugezogen und es regnete immer wieder leicht - so dass wir nach und nach ins Ölzeug wechselten. Kurz vor 18 Uhr erreichten wir 'Amalfi' undf machten in der Marina fest.
Der Ort ist einmalig in die Steilküste hineingebaut und wir machten einen ausgedehnten Stadtbummel mit einem Restaurantbesuch. Gegen 22 Uhr kamen wir zur 'Folie' zurück. An Anlehnung ans Ziel des kommenden Tages übten wir noch die 'Capri-Fischer'.

Mittwoch 12. Oktober
Amalfi - Capri Amalfi 26sm

Nachdem wir 'Capri' so 'schön' besungen hatten, begrüßte uns der Mittwoch mit strahlendem Sonnenschein. Wir liefen gleich nach dem Frühstück aus und konnten bei 3-4 bft etwa 1 Stunde lang Segeln, danach schwächte sich der Wind ab, so dass wir unter Maschine weiter Richtung 'Capri' fuhren. 'Capri' kam dann auch bald mit seinen gewaltigen Felsklippen in Sicht. Wir fuhren an der Südseite entlang und hatten dabei beste Sicht auf die spektakuläre Felsküste. In der Mitte der Insel ist eine kleine Marina. Dort ist der einzige Zugang an der Südküste zur Insel und eine Aufstiegsmöglichkeit hoch nach 'Capri-Stadt'
Wir passierten den pittoresquen 'Faro di Carena' an der südwestlichen Ecke von 'Capri' und sahen vor der 'Blauen Grotte', wie gerade ein Touristenboot angefahren kam. Wir steuerten 'Capri Amalfi' in der Mitte der Nordküste von 'Capri' an. Hier gibt es eine Marina mit vielen Liegeplätzen, man kann sich den Ansturm im Sommer vorstellen.
Nach 'Capri-Stadt' fährt eine Zahnradbahn. Wir wählten aber die sportliche Methode und liefen den Fußweg hoch nach 'Capri-Stadt'. Oben angekommen hat man eine herrliche Ausssicht über den ganzen 'Golf von Neapel' und darüber thronend den 'Vesuv'. Wir bummelten durch viele der zahllosen winzigen Gässchen. Als es dunkel wurde, machten wir uns auf den Rückweg, nahmen diesmal aber die Zahnradbahn.
Donnerstag 13. Oktober
Capri Amalfi - Sorrento 12 sm

Leider war das schöne Wetter schon wieder vorbei, aber dafür hatte der Wind zugenommen. Um 10:30 Uhr liefen wir aus und erreichten gegen 13 Uhr die Nordspitze der Festlandszunge, die den 'Golf von Neapel' südlich begrenzt. Hier liegt 'Puolo' mit einer kleinen Marina. Das Wetter hatte wieder aufgeklart und wir legten eine 3stündige Mittags- und Badepause ein, ankerten aber außerhalb der Marina. Um 16 Uhr lichteten wir unseren Anker wieder und machten eine knappe Stunde später in der Marina von 'Sorrento' fest.
Auch Sorrento liegt hoch über dem Hafen am Berg und wir stiegen zur Stadt auf. Die engen Gassen sind auch hier weider stark auf Tourismus ausgerichtet. Nach einem ausgedehnten Stadtbummel besuchten wir noch eine Pizzaria und kehrten zum Hafen zurück.

Freitag 14. Oktober
Sorrento - Marina Procida 22 sm

Unser letzter Segeltag war gekommen. Als wir aus der 'Marina Sorrento' ausliefen, fuhren wir zunächst eine Schleife um zwei Kreuzfahrer, die in der angekommen waren und hier vor 'Sorrento' ankerten. Der Wind war mit 3-4 bft brauchbar und wir setzten Segel für die Rückfahrt. Im Laufe des Tages frischte der Wind auf 5-6 bft auf und wir konnten noch einmal flott segeln. Gegen 14:30 kamen wir in 'Procida' an, und mussten zunächst bis 15 Uhr auf der Stelle manövrieren, weil die Tankstelle geschlossen war. Wenig durchdacht, an einem Freitag, wo alle Charteryachten zurückkehren. Als sich weiterhin nichts tat fuhren wir in unsere Box und einigtenuns später mit der Chartergesellschaft auf einen realistischen Dieselbetrag.
Wie üblich packten wir, erledigten die Schiffsübergabe und bummelten am Abend noch ein mal durch das Städtchen und suchten uns ein Restaurant. Als wir zur 'Folie' spät am Abend zurückkehrten, bermerkten wir, dass die havarierte Yacht, die schon bei unserer Anreise in einer Box festgemacht war, bei dem weiterhin starken Wind gesunken war. Gleichzeitig roch es übel im Hfaenbecken nach Diesel. Damit hatte sich die Reparatur dieser Yacht wohl endgültig erledigt.

Samstag 15. Oktober
Marina Procida - Pozzuoli - Pompeji

Nach vor dem Frühstück verließen wir die Folie und transportierten unser Gepäck zur Fähre, wo wir auf die Überfahrt nach 'Pozzuoili' warteten.
Per Taxi kamen wir zu unserem Hotel der Vorwoche zurück, wo unsere Mietwage warteten. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, teilten wir uns. Eine grupe besuchte die Altstadt von 'Neapel' und besichtigtwe die 'Katakomben', die andere Grupe fuhr nach 'Pompeji', das sich südöstlich von 'Neapel' befindet. Die Ausgrabungsstätte ist in einem Tag kaum zu bewältigen, aber man erhält einen guten Eindruck des riesigen Areals.
Nach dreieinhalb Stunden und 6km verließen wir 'Pompeji' wieder und fuhren auf den 'Vesuv' hinauf. Von den Parkplätzen ist der erreichbare endpunkt am Kraterrand noch rund 3 km weit. Leider darf man nicht um den ganzen Krater wandern, rund die Hälfte des Weges ist für Normalsterbliche gesperrt. Am Endpunkt befindet man sich gleichzeitig auch am südlichsten Punkt und hat von dort aus 1150m Höhe die beste Sicht auf den 'Golf von Neapel'. Man hat einen herrlichen Blick auf 'Pompeji', 'Sorrento', 'Capri', 'Ischia' und 'Procida'. Ach ja, und natürlich auch auf 'Neapel'. Nach knapp 2 Stunden und fast 8km Wanderung waren wir um 17 Uhr wieder zurück am Auto und fuhren in die Altstadt von Neapel.
Hier waren wir um 18 Uhr mit der anderen Gruppe verabredet und es gab nochmal 6km Bummel durch die Altstadt. Eigentlich wollten wir in der weithin berühmten 'Pizzaria da Michele' zu Abend essen, aber eine unvorstellbare Schlange von Gästen, die für den Abholservice anstanden, ließ uns eine lange Wartezeit befürchten und eine Alternative wählen. Danach kehrten wir ins Hotel zurück.

Sonntag 16. Oktober
Rückflug

Nach dem Frühstück wurden die Mietwagen beladen und es ging Richtung Flughafen. Unser Rückflug ging um 14:35 und zwei Stunden später landeten wir planmäßig in Stuttgart.