Freitag 8. September
Unser Tagesziel war die südöstlich gelegene Insel 'Amedee'. Da auch hier die Überfahrt nicht weit war, hatten wir vormittags keine Eile und legten erst gegen 11:30 ab. Plötzlich kam aber die Idee auf, statt 'Amedee' direkt innerhalb der Laguna anzusteuern, die Lagune durch den westlich gelegenen 'Pass de Dumbea' zu verlassen, auf dem offenen Pazifik am Aussenriff entlang nach Südosten zu fahren und durch den Pass bei 'Amedee' wieder in die Lagune zurückzukehren. So hofften wir auf dem offenen Ozean bessere Chancen zu haben, dass Jochen ein leckeres Abendessen angelt. Für diese spontane Idee waren wir aber zu spät gestartet. Dennoch nahmen wir Kurs Richtung Westen und durchfuhren den 'Pass de Dumbea'. Es ist immer wieder beeindruckend die Naturgewalten wahrzunehmen, wenn man ein Korallenriff durchfährt und die scheinar grundlos auf dem offenen Meer sich brechenden Wellen am Riff sieht. Etwa zwei Stunden fuhren wir ausserhalb der Laguna auf dem offenen Pazifik und Jochen angelte, was das Zeug hielt. Doch auch hier wollte sich kein Erfolg einstellen. So fuhren wir gegen 15 Uhr wieder durch den Pass zurück in die Lagune - ohne frisches Abendessen.
Unmittelbar in der Nähe des 'Passe de Dumbea' befindet sich die 'Ile Nge'. Weil es hier absolut einsam und natürlich auch landschaftlich schön war, animierte uns die Stelle zu einer erneuten Planänderung. Wir suchten uns einen Ankerplatz vor der 'Ile Nge', um hier über Nacht zu bleiben. Mit dem Dinghy unternahmen wir noch einen Abstecher zur Insel und genossen ansonsten einen Abend in absoluter Einsamkeit. Statt gegrillten Fisches gab es dann eben gegrilltes Gemüse von schiffseigenen Gasgrill.