Korfu 12. bis 20. Oktober 2019

Nachdem wir beim Törn 2018 die südlichen Ionischen Inseln als ein wunderschönes Revier schätzen gelernt hatten, waren wir nun auch neugierig, die nördlichen Ionischen Inseln um 'Korfu' kennen zu lernen:



Der Törn führte uns von 'Korfu' nach 'Paxi' und 'Antipaxi' und wir machten außerdem noch einen Zwischenstopp in 'Platarias' an der Festlandküste, insgesamt 110 Seemeilen bei meist sehr schwachen Winden:
Samstag 12. Oktober
Marina Gouvia - Korfu Stadt 6sm

Wir erreichten Korfu per Direktflug ab Stuttgart mit Eurowings. Mit dem vorbestellten Mietwagen fuhren wir zur Marina Gouvia, die sich 6 km nordwestlich von Korfu-Stadt befindet. Bei Dreamyacht hatten wir eine Sun Odyssey 449 gechartert. Gleich nach Eintreffen konnten wir die 'Capri' auch schon übernehmen.
Die Einkäufe gingen zügig und der Eincheck problemlos, und so konnte die 'Rumpfcrew' Doro, Jürgen Roland und Wolfgang gegen 16:30 Uhr in Richtung Korfu Stadt auslaufen. Gegen 18:00 machten wir in der NAOK Yacht Club Marina fest. Nach kurzem Stadtbummel wählten wir die Taverne 'Porta Remounda' fürs Abendessen. Um 21 Uhr waren wir wieder zurück am Schiff und kurz darauf trafen auch die 'Nachzügler' Conny und Martin auf der 'Capri' ein. Sie hatten nur noch einen späteren Flug bekommen.

Sonntag 13. Oktober
Korfu Stadt - Lakka 27sm

Bei schönstem Wetter genossen wir ein ausgiebiges Frühstück und gegen 10 Uhr liefen wir aus Richtung Insel 'Paxi' und dort die ganz im Norden liegende Bucht mit dem Ort 'Lakka'. Der Wind bewegte sich irgendwo zwischen 1 und 2 Bft, so fuhren wir den Schlag komplett unter Motor. Die Bucht um 'Lakka' ist weitläufig und gut geschützt und so befanden sich dort schon über 10 Yachten vor Anker. Wir fanden dennoch einen schönen Ankerplatz und nach kurzem Anlegegetränk unterschiedlichster Art stand Baden und Schnorcheln auf dem Programm. Gegen Abend setzten wir mit den Dinghy zum Ort über und fanden die gemütliche Taverne 'Stasinos' für unser Abendessen.
Montag 14. Oktober
Lakka - Gaios 6sm

Bei wieder schönstem Wetter und leider abermals praktisch keinem Wind verlegten wir uns in den südlich an der Ostseite von 'Paxi' gelegenen Ort 'Gaios'. Der Ort hat die Besonderheit, dass er durch eine große vorliegende Insel extrem gut geschützt ist wodurch die Zufahrt wie durch einen engen Kanal erfolgt. Bis Mittag erledigten wir Einkäufe, dann gingen einige von uns Baden, die anderen besichtigten die Insel mit der darauf befindlichen imposanten Festungsruine 'Ayios Nikolaos'. Am Abend kochten wir und hatten unser Abendessen an Bord.
Dienstag 15. Oktober
Gaios - Ormos Voutoumi 8sm

Endlich kam ein wenig Wind auf und so konnten wir erstmals Segel setzen bei unserem Schlag zum nächsten Ziel, der Bucht 'Ormos Voutoumi' an der Nordspitze der knapp südlich von 'Paxi' gelegenen Insel 'Antipaxi'. Das Wetter war wieder bestens und gegen Mittag erreichten wir die wunderschöne Bucht in der auch ordentlich was los war. Wir warfen Anker neben einem Ausflugsboot, weil dieses gegen Abend sicher wieder auslaufen würde. Nach einem gemütlichen Kaffee war wieder Baden und Schnorcheln angesagt. Und hier war viel geboten. Für die Schwimmer waren schroffe Felsnischen zu erkunden oder der weiter gelegene schöne Sandstrand. Unter Wasser gab es sehr viele und unterschiedlichste Fische und sogar Krabben zu sehen. Gegen späten Nachmittag liefen nach und nach alle Boote wieder aus und wir genossen die wunscherschöne Bucht für die Nacht ganz alleine. Küche und Weinkeller lieferten die Beilagen für einen gemütlichen Abend an Bord.
Mittwoch 16. Oktober
Ormos Voutoumi - Plataria 22sm

Nach dem Frühstück badeten und schnorchelten wir noch ausgiebig bei wieder schönstem Sonnenschein. Gegen Mittag liefen wir nach Norden aus in Richtung auf den am Festland liegenden Ort 'Plataria'. Es gab immer noch ausreichend Wind, dass wir einen beträchtlichen Teil der Strecke segeln konnten. Zum Nachmittag schlief der Wind dann aber ein. In 'Plataria' befindet sich eine kleine Marina und wir staunten nicht schlecht, als wir beim festmachen an unserer Mooring endeckten, dass diese einen Anker enthielt und das dazu führte, dass wir keinen festen Zug aufbauen konnten ohne mit dem verknäulten Ankergeschirr ins Gehege zu kommen. Da kaum Wind war, ließen wir alles wie es war und verlegte uns nicht. Gegen Abend machten wir eine gemütliche Runde durch den Ort und besuchten zum Abschluss die schön direkt am Hafen befindliche Taverne 'Bythos'.
Donnerstag 17. Oktober
Plataria - Petriti 14sm

Nach dem Frühstück legten wir ab und fuhren exakt nach Westen zum Ort 'Petriti', der sich wieder auf der Insel 'Korfu' befindet. Wir fanden einen schönen Ankerplatz außerhalb der Marina vor dem Ort, von dem aus wir am Nachmittag wieder Schwimmen und Schnorcheln gingen. Hier bt sich abermals ein eindrucksvolles Schauspiel. Ein Tintenfisch ließ sich minutenlang beim Abgrasen des Grundes filmen. Erst nach einigen Annäherungen nahm er Reißaus um sich in seiner felsigen Behausung zu verstecken. Ebenfalls recht eindrucksvoll war das Wrack der ca 14m großen Stahlyacht 'Gaden' mit Heimathafen Wien, das hier vor längerer Zeit gestrandet ist und vor sich hin verrottet. Am Abend wurde wieder gekocht und es gab einen letzten gemütlichen Abend an Bord.
Freitag 18. Oktober
Petriti - Ormos Kalami - Marina Gouvia 27sm

Am Morgen war es etwas nebelig, doch die Sonne löste die Feuchtigkeit schnell auf. Nach dem Frühstück legten wir ab mit Kurs auf die Bucht 'Ormos Kalami' am nördlichen Ende von 'Korfu'. Bei nahezu Windstille legten wir die gesamte Strecke wieder unter Motor zurück. Gegen Mittag erreichten wir die Bucht und warfen den Anker. Wir badeten und schnorchelten noch ein letztes Mal ausgiebig. Am frühen Nachmittag liefen wir wieder aus in Richtung unseres Heimathafens. Hier machten wir schließlich gegen 16 Uhr fest. Nach dem Packen besuchten wir am Abend auf Empfehlung des Vercharterers in Marinanähe gelegene Taverne 'Zorba'. Aber Vorsicht! Das Essen war zwar vorzüglich, aber die Portionen sind riesengroß. Wir staunten nicht schlecht als die Gerichte serviert wurden. Der Spaziergang zurück zum Boot war dringend als Verdauungsanregung nötig.
Samstag 19. Oktober
Inselrundfahrt

Gleich morgens verließen wir die 'Capri' und fuhren Conny und Martin mit dem Mietwagen zurück in die Stadt, da ihr Flug am späten Nachmittag zurück ging. Die 'Restcrew' hatten noch den ganzen Tag, um 'Korfu' zu besichtigen. Zunächst fuhren wir auf den 917m hohen 'Pantokrator', 'Korfus' höchsten Berg. Auf der Bergspitze befindet sich ein Kloster, das mit einem gigantischen Sendeturm verschandelt wurde.
Hier scheinen sich alle Sendeanlagen von ganz Korfu zu befinden und man hat auch eine herrliche Aussicht auf die Insel und das Seegebiet im Osten von Korfu. Nach einem Kaffee fuhren wir in die Stadt, besichtigten die Festung und Teile der Altstadt und landeten schließlich wieder in der Taverne 'Porta Remounda', wo wir schon am ersten Abend (gut) gegessen hatten. Danach fuhren wir in unser in Flughafennähe gemietetes Appartment 'Cozy Home'.

Sonntag 20. Oktober
Rückflug

Früh morgens standen wir auf und noch bei Dunkelheit fuhren wir zum Flughafen. Um 9 Uhr startete unser etwas komplizierter Rückflug. Mit Lauda Air flogen wir zuerst nach Wien und nach kurzem Aufenthalt von dort weiter nach Stuttgart. So fand ein schöner Törn, leider mit etwas wenig Wind aber durchweg sommerlichem Wetter einen schönen Abschluss.